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I. KAPITELPapa Külz isst einen AufschnittJener Platz in Kopenhagen, an dem die Königliche Oper steht, heißt der Kongens Nytorv. Es ist ein außerordentlich freundlicher, geräumiger Platz. Und will man ihn mit der Muße betrachten, auf die er Anspruch hat, setzt man sich am besten vors Hotel d'Angle-terre.Unter freiem Himmel, vor der Front des Hotels, stehen in langen Reihen Stühle und Tische. Gäste aus allerWelt sitzen nebeneinander, lassen sich sorgfähig bedienen und finden sich notgedrungen mit den Annehmlichkeiten des Lebens ab. Übrigens kehren kein Stuhl und kein Gast dem Platz den Rücken. Man sitzt wie im Parterre eines vornehm bewirtschafteten Freilichttheaters, blickt gemeinschaftlich zur Fassade des Opernhauses hinüber und ergötzt sich an dem heiteren Treiben, das die Kopenhagener Bürger ihren Fremden darzubieten gewohnt sind.Es ist schon recht sonderbar mit diesem Kongens Nytorv 1 Man mag jahrelang nicht mehr in Dänemark gewesen sein, und inzwischen gab's auf jeden Fall in ethchen Staaten Revolution, vielleicht wurde der Usurpator von Afghanistan von den Parteigängern seines Cousins aufgeknüpft, und in Japan stürzten bei einem Erdbeben mindestens zehntausend Häuser ein, als seien sie aus Altenburger Skatkarten erbaut gewesen - wenn man dann wieder aus der Amagergade herauskommt, sich nach links wendet und zum d'Angleterre bUckt, sitzen noch immer jene eleganten Frauen und distinguierten Fremden, in fünf Reihen gestaffelt, vorm Hotel, unterhalten sich in einem Dutzend Sprachen, mustern geduldig das fröhhche Treiben und verbergen mühsam hinter der Gelassenheit ihrer Mienen, wie gut die dänische Küche schmeckt.Am Kongens Nytorv steht die Zeit still.Infolge dieses Umstandes erübrigt es sich begreiflicherweise,yVorwort an die LeserAls ich dieses kleine Buch während der Salzburger Festspiele Anno 1937 im Kopf vorbereitete, waren Österreich und Deutschland durch Grenzpfähle, Schlagbäume und unterschiedliche Briefmarken auf ewig voneinander getrennt. Als das Büchlein im Jahre 1938 erschien, waren die beiden Länder gerade auf ewig miteinander verbunden worden. Man hatte nun die gleichen Briefmarken und keinerlei Schranken mehr. Und das kleine Buch begab sich, um nicht beschlagnahmt zu werden, hastig außer Landes. Habent suafata libelli, wahrhaftig, Bücher haben auch ihre Schicksale. Jetzt, da das Buch in einer neuen Auflage herauskommen soll, sind Deutschland und Österreich wieder voneinander getrennt. Wieder durch Grenzpfähle, Sclilagbäume und unterschiedliche Briefmarken. Die neuere Geschichte steht, scheint mir, nicht auf Seiten der Schriftsteller, sondern der Briefmarkensammler. Soweit das ein sanfter Vorwurfsein soll, gilt er beileibe nicht der Philatelie, sondern allenfalls der neueren Geschichte. Der Verleger, der Autor und der Illustrator des Buches lebten früher einmal in derselben Stadt.5Das erste VorwortDer Millionär als künstlerisches MotivMillionäre sind aus der Mode gekommen. Sogar die Filmkritiker behaupten es. Und das gibt zu denken. Sie schreiben, man könne betreßte Diener, parkähnliche Gärten und pompöse Villen nicht länger sehen. Man habe genug von echten Tizians an den Wänden, genug auch von Aktienpaketen in den Tresors - und Festlichkeiten mit mehr als zwanzig, womöglich elegant gekleideten Gästen zu zeigen, sei eine Zumutung ohnegleichen.Nun las ich neulich im Blatt, es gebe immer noch Millionäre.Ich habe keine Gelegenheit, die Glaubwürdigkeit dieser Nachricht nachzuprüfen. Unter meinen Bekannten befindet sich jedenfalls kein Millionär. Doch das kann Zufall sein. Es beweist noch nichts.In England, so stand in der Zeitung, gebe es mehr als zweihundert ordnungsgemäß gemeldete Einwohner, deren jeder über mindestens eine Million Pfund Sterling verfüge. Und in anderen Ländern sei es ähnlich.Aus welchem Grunde sind dann aber die Millionäre aus der Mode gekommen? Weshalb ist man dagegen, daß sie und ihre kostspielige Umgebung sich auf der Leinwand und im Roman widerspiegeln?Ja, wenn sich's um gefährliche Wesen und um verbotene Dinge handelte, ließe sich die Abneigung verstehen! Das Radfahren auf der verkehrten Straßenseite beispielsweise ist gefährlich und verboten; und so wäre es in der Tat höchst unpassend, als Maler oder Schriftsteller etwas Derartiges zu wiederholen, indem man's darstellt. Das leuchtet ein.Einbrüche und Raubüberfälle sind als künstlerische Motive ebenfalls ungeeignet. Denn auch in der Wirklichkeit sind sie, außer bei den Dieben selber, kaum erwünscht.Aber die Millionäre? Sind sie verboten? Oder sind sie gar gefährlich? Weit gefehlt! Sie zahlen Steuern. Sie beschaffen Arbeit. Sie treiben Luxus. Sie sind wesentliche Bestandteile von Staat undVORWORT DES VERFASSERSUber dieses nunmehr fünfundzwanzig Jahre alte Buch kursierten im Laufe der Zeit recht verschiedene Urteile, und es wurde noch von manchen, die es lobten, mißverstanden. Wird man's heute besser verstehen? Gewiß nicht! Wie denn auch? Daß im Dritten Reich die Geschmacksurteile verstaatlicht, in Phrasen geliefert und millionenfach geschluckt wurden, hat Geschmack und Urteil breiter Kreise bis in unsere Tage verdorben. Und heute sind, noch ehe sie sich regenerieren konnten, bereits neue, genauer, sehr alte Mächte fanatisch dabei, wiederum standardisierte Meinungen gar nicht so verschieden von den vorherigen durch Massenimpfung zu verbreiten. Noch wissen viele nicht, viele nicht mehr, daß man sich Urteile selber bilden kann und sollte. Soweit sie sich drum bemühen, wissen sie nicht, wie mans anfängt. Und schon sind, angeblich zum Schutze der Jugend, Kuratelgesetze gegen moderne Kunst und Literatur in Vorbereitung. Das Wort "zersetzend steht im Vokabular der Rückschrittler längst wieder an erster Stelle. Verunglimpfung ist eines jener Mittel, die den Zweck nicht nur heiligen, sondern ihn, nur zu oft, auch erreichen.So wird heute noch weniger als damals begrißen werden, daß der "Fabian keineswegs ein "unmoralisches, sondern ein ausgesprochen moralisches Buch ist. Der ursprüngliche Titel, den, samt einigen krassen Kapiteln, der Erstverleger nicht zuließ, lautete "Der Gang vor die Hunde. Damit sollte, schon auf dem Buchumschlag, deutlich werden, daß der Roman ein bestimmtes Ziel verfolge: Er wollte warnen. Er wollte vor dem Abgrund warnen, dem sich Deutschland und damit Europa näherten! Er wollte mit angemessenen, und das konnte in diesem Falle nur bedeuten, mit allen Mitteln in letzter Minute Gehör und Besinnung erzwingen.Die große Arbeitslosigkeit, die der wirtschaftlichen folgende seelische Depression, die Sucht, sich zu betäuben, die Aktivität bedenkenloser Parteien, das waren Sturmzeichen der nahenden
Erich Kästner (Drezda, 1899. február 23. – München, 1974. július 29.) német költő, író, forgatókönyvíró.
Az 1920-as években kibontakozó polgári humanizmus költője és írója, annak az új stílusiránynak a követője, amely felváltva az expresszionizmus világmegváltó extravaganciáját, az új tárgyilagosság (=Neue Sachlichkeit) képviselője. Hol rezignáltan, hol harcosan, de alapvetően mindig optimista moralistaként küzd az emberiség megjavításáért. Kissé talán méltatlanul is, de a világ elsősorban értékes, humoros gyermek- és ifjúsági regényeit ismeri, jelenleg a magyar irodalmi közvélekedésben is mint ifjúsági író szerepel.
Apja bőrkereskedő, anyja cselédlány, később fodrász volt. Drezdában született és tanult. Iskolaéveiből sok részlet visszaköszön A repülő osztály című könyvében. 1917-ben behívták katonának, és a nehéztüzérségnél szolgált. A kiképzés brutalitása maradandó hatást gyakorolt rá és antimilitaristává vált; szívgyengeségét is a katonaságnál elszenvedett durva bánásmódnak tulajdonította. Az első világháború végeztével kitüntetéssel érettségizett, és elnyerte Drezda város arany ösztöndíját.1919 őszétől Kästner Lipcsében tanult történelmet, filozófiát, germanisztikát és színháztudományokat. Tanulmányait újságírói és színikritikusi bevételeiből finanszírozta. A baloldali Neue Lepziger Zeitung szerkesztője volt. 1927-ben egy erotikus verse miatt elbocsátották a szerkesztőségből. Még ugyanebben az évben Berlinbe költözött, ahol Berthold Bürger álnéven kulturális cikkeket írt a Neue Leipziger Zeitungnak.Kästner berlini korszaka (1927-től a Weimari köztársaság 1933-ban bekövetkezett végéig) volt a legtermékenyebb. Rövid idő alatt Berlin egyik legfontosabb szellemi alakjává vált. Versei, glosszái, riportjai és recenziói különböző berlini sajtóorgánumokban jelentek meg. Külső munkatársként rendszeresen írt a Berliner Tageblatt és a Vossische Zeitung napilapnak, illetve a Die Weltbühne folyóiratnak. Az 1998-ban megjelent összes műveinek utószava szerint dokumentálhatóan 350 cikke jelent meg 1923 és 1933 között; a tényleges szám ennél nagyobb is lehet. Pontos adatot már csak azért sem lehet tudni, mivel Kästner lakása 1944 februárjában teljesen leégett.
Első verseskötete 1928-ban jelent meg, ezt 1933-ig további három követte.
1928 őszén jelent meg az Emil és a detektívek, Kästner első és máig egyik legismertebb gyermekkönyve.
A rendszert kritizáló kollégáival ellentétben Kästner nem emigrált a náci hatalomátvétel után. Kästnert többször elvitte a Gestapo, és kizárták az írószövetségből. Az 1933-as könyvégetés során (ezen ő maga is jelen volt) az ő művei is „a német szellemmel ellentétesnek” minősítve máglyára kerültek. A második világháború után Münchenbe költözött, ahol 1948-ig a Neue Zeitung rovatvezetője volt, és kiadta a Pinguin gyermek- és ifjúsági újságot. Ebben az időben fordult az irodalmi kabaré felé.
Anyja mellett két meghatározó nő volt az életében: Luiselotte Enderle, az UFA német filmgyár dramaturgja, aki 1935-től haláláig volt társa, valamint Friedl Siebert, aki 1949-től volt az író titkos szerelme, és akitől 1957 decemberében született Kästner egyetlen gyermeke, Thomas.
1974-ben, amikor megtudta, hogy nyelőcsőrákja van, elutasította a kórházi kezelést. Néhány hónappal később, 1974. július 29-én halt meg.