Bővebb ismertető
VorwortNachdem ich mich während mehr als 20 Jahren mit geologischen Untersuchungen in den Alpen beschäftigt hatte, dann in den Jahren 192931 die chinesisch-tibetischen Gebirge und 1935 die hinterindischen Ketten in Siam kennenlernte, wurde mein alter Wunsch immer stärker, vergleichsweise auch den Himalaya zu untersuchen. Bietet doch dieses grösste und jüngste Gebirge unseres Planeten manche Probleme des Gebirgsbaues, zu deren Lösung in alpiner Tektonik geübte Geologen am meisten Aussicht haben sollten.Zur vorläufigen Orientierung über die Möglichkeit einer Durchführung meines Planes diente ein kurzer Aufenthalt in Darjeeling und Umgebung und in Simla, im Sommer 1935, ferner zwei Reisen nach London. Aber erst durch das überraschend grosse Entgegenkommen von Seiten des Zentralkomitees unserer Akademie, der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, konnte an die Ausführung einer ersten Schweizerischen Himalaya-Expedition ernstlich herangetreten werden.Schon von Anfang an hatte ich den zentralen Teil des Himalaya im Auge. Dieser bot das grösste Interesse und war noch am wenigsten bekannt. Da aber das Königreich Nepal mit den höchsten Bergen und den tiefsten Quertal-Einschnitten der Erde heute mehr denn je dem Fremden verschlossen ist, war es gegeben, die unmittelbar nordwestlich daran grenzende britisch-indische Provinz Kumaon zu unserem Hauptarbeitsgebiet zu wählen. Dass gerade der gewaltige Querschnitt des Grenzflusses Kali den allerbesten Einblick in den Gebirgsbau bieten würde, ist durch unsere Reise bestätigt worden.Wie schon die Uebersichtskarte zeigt, sind wir allerdings noch über britisches Gebiet hinaus in die verbotenen Länder Nepal und Tibet eingedrungen, um unsere Beobachtungen in jene besonders interessanten und kaum bekannten Gebiete auszudehnen. Die überraschenden Resultate, die sich daraus ergaben, sind mehr als die peinlichen Konsequenzen wert, die wir deswegen durchzukosten hatten.Der Name unseres Buches Thron der Götter wurde gewählt, nachdem wir die den Indern und Tibetern, den Hindus und Buddhisten heiligsten Berge des Himalaya und Transhimalaya besucht hatten, auf