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Zu DIESEM BÜCH
Neben der mit grofiem Erfolg verfilmten Titelstory sind in diesem Bánd einige der grofiartigsten und eindrucksvollsten Erzahlungen Ernest Heming-ways gesammelt. Zivei davon gehören zu jenen, die dem Autor selbst am liebsten waren, namlich «Schnee auf dem Kilimandsclmro» und «Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber». In diesen stories, mögen sie nun in den Weiten am Fufíe des Kilimandscharo, beim spanischen Stierhampf, in den Waldern Michigans oder auf den Quais von Smyrna spielen, verdichtet sicli hinter der scheinbar kunstlos genauen, landlaufigen Sprache erfahrenes Leben zur Wahrheit über Liebe und Tod.
Ernest Hemingway, der als Sohn eines Arztes am 21. Juli 1899 in Oak Parki Illinois geborene Nobelpreistrager der amerikanischen Literatur, war ein Meister des metaphysischen Realismus, ein Pionier der Kurzgeschichte und Erneuerer des amerikanischen Romans. 1917, kurz vor dem Abitur, liefi er die Schule im Stich, ura Reporter an einer Lokalzeitung in Kansas City zu werden. 1918 ging er mit einer Rote-Kreuz-Kolonne an die italienische Front, tourde schwer verwundet und erhielt eine hohe militarische Auszeichnung. 1920 lernte er als Redakteur einer Gewerkschaftszeitung in Chicago den Dichter Sherwood Anderson kennen, der sein literarischer Lehrmeister wur-de. 1921 sclnckte ihn der «Toronto Star» als Sonderkorrespondenten in den Nahen Osten und in die Scfiweiz. Danach verbraclite Hemingway fünfJahre in Paris. Im Kreis von Gertrude Stein und Ezra Pound erhielt er hier ent-scheidende Anregungen. Sclton sein erster in Amerika ersdiienener Román «The Sun alsó Rises» (deutsch «Fiesta», rororo Nr. 5) erregte literarisches Aufsehen. 1927 siedelte Hemingway an der Küste Floridas an. Wieder-holt führten ihn R.eisen nacíi Európa und zur Gropwildjagd in die Dschun-gel Afrikas. Im spanischen Bürgerkrieg war er Korrespondent auf der Seite der Republikaner. 1944 flog er nach England und trat in die Royal Air Force ein. 19$4 stürzte er in Afrika zweimal mit einem Flugzeug, dem Tode knapp entrinnend, ab. Hemingway erschofí sich am 2. Juli 1961 bei den Vorbereitungen zu einem Jagdausrflug. Das Ziel seiner Prosa isi, wie Hemingway selbst deutete, zu einer «vierten und fünften Dimension» zu ge-langen, die «viel schwieriger als Poesie» sei. «Die gottverdammt traurige Wissenschaft des Krieges», die Liebe und der Tod sind die Grundthemen seiner melancholisch skeptischen Prosa.
Weitere Werke: <<49 stories» (rororo Nr. 278, 279, 280, 413), «Die Sturm-fluten des Frühlings» (1926), «In einem andern Land» (1929, rororo Nr. 216), «Tod am Nachmittag» (1932), «Die grünen Hügel Afrikas» (1935), «Haben und Niáithaben» (1937, rororo Nr. 605), «Wem die Stunde schlagt» (1940), «Über den FluP und in die Wálder» (1950, rororo Nr. 458), «Der alte Mann und das Meer» (1952, rororo Nr. 328). Im Frühjahr 1965 erscheint der Naclilapband «Paris — ein Fest fürs Leben» im Rowohlt Verlag.
Literatur: Deutsch: J. E. Beacli; «Amerikanische Prosadichtung», 1947; M. Cowley in «TJmschau» 2, 1947; L. Gürtler «Der Bestseller H.», Dissertation5 Innsbruck, 1950; R. P. Warren in «Amerikanische Rundschau» 3, 19471 Her-mann Stresau «E. H.», 1958. In der Reíhe «rowohlts monographien» érsekien als Band 73 eine Darstellung des Di&ders in Selbstzeugnissen und 70 Bild-dokumenten von Georges-Albert Astre. 1962 erschien im Rowohlt Verlag auch Leicester Hemingways Biographie «Mein Brúder Ernest».
Die Werke von Ernest Hemingway sind als rororo-Taschenbücher bereits in nahezu 1,5 Millionen Exémplaren verhreitet.