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VORBEMERKUNG.WENN RICHARD STRAUSS' ELEKTRA" MIT der steigenden Gewalt ihrer musikalischen Dramatik uns hinreisst, wünschen wir die Absichten des Komponisten auch im einzelnen zu unterscheiden und die Mittel zu erforschen, mit denen er w^irkt. Der gebildete Laie wie der Musiker vom Fach findet eine Fülle künstlerischer Aufschlüsse und Anregungen darin, die thematischen Fäden zu verfolgen, die im Tongewebe auf- und untertauchen, sich mit immer neuen Überraschungen verknüpfen und doch folgerichtig zum Ziele laufen.Hierzu ist der vorliegende Führer bestimmt: er soll mit dem eingehenden Verständnis des Werkes eine Quelle ästhetischen Genusses erschliessen. Soll er seinen Zweck aber recht erfüllen, so müssen wir folgendes im Auge behalten:Die verstandesmässige Zerlegung eines Kunstwerkes macht den Eindruck, als hätte der Künstler seine Mittel in allen Einzelheiten mit bewusster Absicht gewählt. Jedoch der grosse Atem der Inspiration, der dem Komponisten in keinem Augenblick ausgegangen ist, beweist, dass Elektra" kein ausgeklügeltes Produkt des Verstandes, sondern das aus einem Gusse entstandene Werk einer aufs Ganze gerichteten Phantasie, einer aus demVollen schöpfenden Gestaltungskraft ist. Hierfür haben wir auch den Beweis aus dem Gegenteil: an manchen Stellen, wo der Text die Wiederkehr bestimmter Themen erwarten Hesse, bleibt sie aus. Bei kühler Er