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Leider ist der Weg in dieses Land schwierig
»Es gibt ein Land, dort sind alle Menschen glücklich Alle Kinder werden dort sehr gescheit. Sie gehen in schöne Schulen. Kein Kind wird ausgelacht. Alle helfen einander Die Väter und Mütter müssen dort nicht sehr viel arbeiten. Keiner will reicher werden als die andern Für Arbeiten, die keiner machen will, haben sie Maschinen erfunden «
Ein Paradies könnte das sein, was da für die kleine geplagte »feuerrote Friederike« in Christine Nöstlingers gleichnamigem Kinderbuch in einem als geheimnisvoll ausgegebenen Text beschrieben und als erreichbares Ziel in Aussicht gestellt wird. Am Ende des in Geheimschrift übermittelten Kapitels findet sich allerdings der etwas traurig stimmende Satz: »Leider ist der Weg in dieses Land sehr schwierig.«
Und in Erich Kästners phantastischer Erzählung »Die Konferenz der Tiere« bringen die Tiere fertig, was die Menschen nicht zustande gebracht haben: Die Staatsoberhäupter unterschreiben einen Vertrag, dessen erste Sätze lauten:
»Wir, die verantwortlichen Vertreter aller Länder der Erde, verpflichten uns mit Leben und Vermögen zur Durchführung folgender Punkte: 1. Alle Grenzpfähle und Grenzwachen werden beseitigt. Es gibt keine Grenzen mehr. 2. Das Militär und alle Schuß- und Sprengwaffen werden abgeschafft. Es gibt keine Kriege mehr.«
Am Schluß heißt es: »Die Aufgabe, die Kinder zu wahren Menschen zu erziehen, ist die höchste und schwerste Aufgabe. Das Ziel der echten Erziehung soll heißen: Es gibt keine Trägheit des Herzens mehr!«
Wer möchte nicht gerne in einer Welt leben, in der Friederikes Zauberdokument und der von vernünftigen Fabelwesen ertrotzte Staatsvertrag nicht Papier sind, sondern die Wirklichkeit beschreiben!
Und wer möchte nicht gerne den Vorhang zurückziehen, um in die Zukunft blicken zu können?
Vielleicht ist dieser Wunsch bei alt und jung gerade in Zeiten wie den jetzigen besonders groß, in denen zwar Hoffnung aufbessere Lebensbedingungen, auf einen Erdball ohne Kriege, ohne Hunger, ohne