Bővebb ismertető
Als die erste Kugel in meine Brust einschlug, dachte ich an meine Tochter.
Das möchte ich zumindest glauben. Ich verlor ziemlich schnell das Bewusstsein. Und wenn man es ganz genau nimmt, erinnere ich mich nicht einmal mehr daran, dass auf mich geschossen wurde. Ich weiß, dass ich viel Blut verloren habe. Ich weiß, dass eine zweite Kugel meinen Kopf gestreift hat, obwohl ich da vermutlich schon bewusstlos war. Ich weiß auch, dass mein Herz aufgehört hat zu schlagen. Trotzdem möchte ich glauben, dass ich an Tara gedacht habe, als ich im Sterben lag.
Zu Ihrer Information: Ich habe weder ein helles Licht noch einen dunklen Tunnel gesehen. Und falls doch, kann ich mich auch daran nicht mehr erinnern.
Tara, meine Tochter, ist erst sechs Monate alt. Sie lag in ihrem Kinderbett. Ich frage mich, ob die Schüsse sie erschreckt haben. Müssen sie eigentlich. Wahrscheinlich hat sie angefangen zu weinen. Ich frage mich, ob das vertraute, durchdringende Geräusch ihrer Schreie irgendwie durch den Nebelschleier an mein Ohr gedrungen ist, ob ich es tatsächlich gehört habe. Aber auch daran kann ich mich nicht erinnern.
Ganz genau hingegen erinnere ich mich an Taras Geburt. Ich weiß noch, wie Monica - Taras Mutter - all ihre Kraft zusammennahm und ein letztes Mal presste. Dann erschien ihr Kopf. Ich sah meine Tochter als Erster. Wir alle haben im Laufe unseres Lebens schon oft am Scheideweg gestanden. Wir wissen, dass man gele-