Bővebb ismertető
ÍjDl^ajtn ottfrieb gerbet, geboren am 25. Síuguft 1744 311 SKo^rungen in ^reitßen, war ber eines armen Snd^ioe&erS, ber fpöter bte teKe eines tödnerS unb Sel^rerS an einer (Líementar= fc^uíe annahm, weit if)n jein eroerbe nur fel^r fümmerlid^ nährte, taum l^atte ber íínabe íefen gelernt, aí§ i|m SSibeí unb efangbud^ in bie §änbe gegeben tüurben, lüa§ feinen religiöfen inn mecfte unb bis in íícítere Qeiten auf feine Sprad^e (Linfíu§ übte, ^on frü^e befud^te er bie tabtfd^uíe feiner SSaterftabt, in ineící^er er fi(^ burd^ feinen @ifer unb feine Sernbegierbe auszeichnete, rogen gieil erwenbete er au^er bem geiDÖl^nlic^en Unterrij^t auf äRufif unb efang. 2)er Sieftor rimm übte bie d^ulbisdítíin mit außer=^ orbentlid^er trenge, unb obgíeid^ §erber tücgen feines ^ieißeS unb feines guten SSetragenS biefe trenge nie ju fül^íen l^atte, machte fie boc^ einen fo bebeutenben (jinbrudE auf i'^n, baß er bamalS unb nod^ eine Í^S fpäter ettooS c^ieueS unb gurd^tfameS in feinem 33e= ne'^men l^atte. ünftigeren iitftug auf i^in l^atte ber _$rebiger äBißamoüiuS, ber ii)m toa'^rfd^einíid^ ißriüatunterrid^t erti^eiíte, t^n jebenfaííS fonftrmierte.ber Umgang mit bem ol^u biefeSTOürbigen SRanneS, bem fpäter aíS 2)tt]^^rambenbid^íer befannt ge= roorbeneu ^inamob, ge'^örte gu §erberS angene:^mfteu rinnerungeu aus feiner Q'ugenb. Sod^ tnar i'^m fc^on bamaíS eingurd^mermut^ eigen, ber uad^ bem Sobe beS ^rebigerS SBiÖamobiuS 3una!^m, ba bie SiuSfid^ten für bieimmer traurigergeftaiteten. (Sine Sl^ränenftftei am redeten ^uge unb bie Sirmut!^ feiner ítem fd^ienen, ber Neigung gum tubieren unübericinbii^e §inberniffe in ben Seg ^u fteEen, unb fein SSater badete ernfttid^ baran, i^^n einem §anbtt)erf gu icibmeu. 2ÍIS im ^'al^re 1760 Srefd^o als iafonuS nad^ SDio^rungen fam, uo'^m er ben fed^Sgel^njä'^rigen §erber alS gamuíuS in fetn §auS; freiíid^ mußte er uid()t bloß beffen fd^riftftetierifd^e Slrbeiten abfd^reiben, foubern aud^ mand^e§auS= gefd^äfte berrid^ten. 2)aS (Singige, iraS biefe teüung erträglid^ mad^te, tüar, baß er Srefd^oS gtemíii^ anfe]^níid^e iBibíiotb'ef beuúfeen fonnte. 2)a er ittäbrenb beS SagS feine 3eii fanb, ftd^ bem tubinm gu lüibmen, erfporte er ftd^ foüieí üou feinem geringen g:rü:^ftücES= gelb, baß er ftc^ Deí für feine Sampe faufen founte. Srefd^o über^ rafd^te i^n einft, oiS er beim Sefen eingefd}íafen mar; ober ttjeit ent^ fernt, ii^n aufgumuntern, üerbot et i^m auf baS trengfte, fernerhin in ber Dia^t gu lefen, o'^ne il^m jebodC) am Sag geit bafür gu ge= ftatten. §erber mußte eines SagS eine d^rift Krefd^oS an ben Sud^'^änbler ííanter in ÄönißSberg abfd^icEen. @r legte berfeíben :^eimlidí> ein ebid^t bei (efang an (S^ruS), ebne fic^ jebod^ gu nennen. Kanter, bem baS @ebiä;t gefiel, ließ eS in einer abbruden unb frug Srefd^o, mer ber SSerfaffer fei. SSon Srefd^o be= fragt, geftanb §erber, baß er eS gebic^tet ^abe. Síber ob i^m Sieß