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INHALT DER OPER
Der kühne Ritter Dalibor lebt in Unfrieden mit dem Leitmeritzer Rate, der von dem Ploskovicer Burggrafen unterstützt wurde. In einem Scharmützel ist Dalibor's bester Freund, der gottbegnadete Musiker Zdenek gefangen genommen und schmachvoll hingerichtet worden. Dalibor rächte sich; er zerstörte Ploskovic und schlug den Burggrafen tot. Dafür wurde er vom König gefangen genommen und vor das Gericht gestellt. Vor dem Gerichte verteidigt er sich mannhaft, feurig, ja er wagt es auch dem Könige zu drohen, falls dieser ihm in der Ausübung der weiteren Rache hinderlich sein wollte. Dadurch aber hat er sein Schicksal verwirkt; er wird zu lebenslänglichem Kerker verurteilt, ohne zu ahnen, daß ihm gleichzeitig von anderer Seite die Rettung winkt. Die Schwester des getöteten Burggrafen Milada, welche vor Gericht gegen Dalibor Klage geführt hatte, ist ganz hingerissen von der heldenhaften Erscheinung des Ritters und entbrennt zu ihm in leidenschaftlicher Liebe, fest entschlossen, ihn um jeden Preis zu befreien. In Verkleidung als Knabe schleicht sie in die königliche Burg, schmeichelt sich in die Gunst des Kerkermeisters ein und unter dem Vorwande, dem Gefangenen die ersehnte Geige zu überbringen, ähnlich jener, die der Freund Zdenek besaß, gelingt es ihr, sich mit Dalibor zu verständigen, seine Liebe zu erringen, mit ihm die Flucht zu verabreden und ihm hiezu das nötige Gerät zu übergeben. Der Plan wird jedoch vorzeitig verraten und da außerdem jeden Augenblick der Aufruhr von Dalibor's Anhängern auszubrechen droht, über deren Tätigkeit auf der Prager Burg beständig Nachrichten einlaufen, entschließt sich der König zu einer entscheidenden Tat. Dalibor, der Urheber all' dieser Unsicherheit, wird neuerdings vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Das Urteil soll noch in der Nacht vollstreckt werden. — Milada steht mit dem ergebenen Volke vor der Burg, des mit Dalibor verabredeten Zeichens harrend. Statt des Zeichens erschallt jedoch das Sterbeglöcklein. Dalibor wird auf den Richtplatz geführt. Mit dem Mute einer Wahnsinnigen stürmt Milada samt ihren Getreuen die Burg und rettet den Ritter; allein im Gefechte wird sie tödlich verwundet und stirbt in den Armen ihres Geliebten, in der Vorahnung, daß Dalibor sie nicht lange überleben werde.