Bővebb ismertető
Feierlich war die nächtliche Stille.
Der Wald schlief, die Bäume, die Sträucher schlummerten, die Vögel hatten ihre Köpfe unter den Fittichen versteckt, selbst die Luft der warmen Frühsommernacht ruhte.
Lautlos und duftend atmete der Wald, in dem Traum seines Blühens befangen.
Klang zuweilen der wehmütig schöne Sang der Eule oder das kurze, gellende Schreien, das der Kauz hin und wieder ausstieß, so wurde dadurch die Stille noch tiefer.
Das Wild, Hirsche, Rehe, Hasen, vom Menschen seit undenklichen Zeiten gezwungen, sich tagsüber zu verbergen, streifte in der Finsternis auf Wiesen, Blößen, Schneisen umher und genoß Nahrung in Sicherheit.
Fuchs, Marder, Iltis, Wiesel vollführten ihre Raubzüge. Sie wurden minder gefürchtet als der Mensch, dessen Gegenwart auch sie mieden.
Noch blinkten die Sterne am Himmel, doch sie fingen an zu erblassen.
Ein allererster, fahler Schein frühester Dämmerung lockerte die Schwärze der Nacht, ohne sie merkbar zu erhellen.
„Wer geht denn da ?" schäkerte erwachend die Elster.
Ihr Gefährte hob den Kopf aus dem Flügel, darin er ihn während des Schlummers geborgen hatte, und meinte: „Niemand! Wer soll auch jetzt schon kommen? Es dämmert ja kaum. Und ich höre nichts. Keinen Laut!"
Unten, vom Gebüsch her, wisperten die Meisen: „Doch! sicherlich! Jemand ist unterwegs. Das hat uns geweckt. Seltsam ! Wir staunen."
Mit schlaftrunkener Stimme zirpte die Amsel: „Ich wundere mich gleichfalls. So früh! So früh!"