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Friedrich Reichel - Altjapanisches Porzellan [antikvár]

Altjapanisches Porzellan [antikvár]

Friedrich Reichel

 
Einleitung Seit im 16. Jahrhundert der Seeweg nach Ostasien ent- deckt wurde, fand die japanische Kunst in Europa drei Mal Anerkennung und Nachahmung: zuerst im Zeitalter des Barock, als prächtige japanische Prozellane und Lackmöbel fürstliche Kabinette schmückten; sodann im späten 19. Jahrhundert, als japanische Farbholzschnitte und Schöpfungen des Kunsthandwerks einen Weg zur Überwindung des Historismus zeigten, und schließlich in unserer Zeit, wo insbesondere die japanische Teekeramik auf die Töpferkunst einen...
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Einleitung Seit im 16. Jahrhundert der Seeweg nach Ostasien ent- deckt wurde, fand die japanische Kunst in Europa drei Mal Anerkennung und Nachahmung: zuerst im Zeitalter des Barock, als prächtige japanische Prozellane und Lackmöbel fürstliche Kabinette schmückten; sodann im späten 19. Jahrhundert, als japanische Farbholzschnitte und Schöpfungen des Kunsthandwerks einen Weg zur Überwindung des Historismus zeigten, und schließlich in unserer Zeit, wo insbesondere die japanische Teekeramik auf die Töpferkunst einen spürbaren Einfluß ausübt. Die japanischen Bestände der Dresdener Porzellan- sammlung wurden hauptsächlich in der ersten dieser drei Perioden erworben. Sie sind — etwa tausend Stück um- fassend — somit nicht nur die größten außerhalb ihres Herstellungslandes, sondern darüber hinaus durch ihre weit zurück gesicherte Provenienz insbesondere für die Forschung von hoher Bedeutsamkeit. Gleich anderen Dresdener Museen gibt sich die Porzellansammlung als Gründung des 18. Jahrhunderts insofern zu erkennen, als auch sie widerspiegelt, was damalige Sammler bevor- zugten und was sie entweder nicht kannten oder nicht anerkannten. Von den Erzeugnissen der damals noch jungen japanischen Porzellanindustrie sind hauptsächlich jene vorzüglich repräsentiert, welche die Holländische Ostindische Companie in Nagasaki kaufte, also jene der Privatmanufakturen in der Stadt Arita. Deshalb fehlen die frühen Produkte mit Blaumalerei im koreanischen Stil, die noch vor dem Zuständekommen eines nennenswerten Porzellanhandels fabriziert wurden und überdies dem damaligen europäischen Geschmack nicht entsprochen hätten. Ebenso fehlen Porzellane fürsdicher Privat- werkstätten, die nicht verkauft werden durften, und jene aus Kutani im mittleren Japan, welche im Südwesten des Inselreiches anscheinend unbekannt waren. Unter diesen Voraussetzungen möchte das vorliegende Buch betrachtet werden: Es versucht nicht, einen Über- blick über die Geschichte des japanischen Porzellans vom Anfang bis zur Gegenwart zu bieten. Vielmehr will es die — jedenfalls außerhalb Japans — bedeutendste Sammlung von altem Arita-Porzellan erstmals in größerem Umfang veröffendichen und daneben auf den Einfluß hinweisen, den das «weiße Gold» Nippons bereits im 18. Jahr- hundert auf die europäische Porzellangestaltung aus- übte.

Termékadatok

Cím: Altjapanisches Porzellan [antikvár]
Szerző: Friedrich Reichel
Kiadó: Edition Leipzig
Kötés: Fűzött keménykötés
Méret: 200 mm x 230 mm
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