Bővebb ismertető
Der Volksmund wuBte schon vor Jahrhunderten, daB in der Nacht allé Katzen grau seien und die Nacht keines Menschen Freund". Und wenn der Dichter streng befand: Die Náchte sind nicht für die Menge gemacht" (Rilke), so konstatierte der Schlager, der Volksmund von heute, in der Nacht sei der Mensch nicht gernalleine. Der Schlagerer-kannte besonders der Nacht in Hamburg beson-dere Reizezu: In Hamburg sind die Náchte lang", behauptete er, und auf der Reeperbahn nachts um halb eins" zumal erwarteten den Nacht-schwármer Genüsse ganz eigener Art. Von solchen augenzwinkernden Vertraulichkei-ten wissen die Fotos von Jaschi Klein nichts. Ge-wisse Pikanterien, die sich dem Ortsfremden mit der Vorstellung von Hamburger Náchten verbin-den mögen, werden in diesem Buch nicht ange-boten. Was die Kamera festgehalten hat, ist auch nicht das auf Vollstándigkeit bedachte Portrait ei-ner norddeutschen GroBstadt bei Nacht, sondern sind Impressionen, allerdings sehr sorgfáltig ge-wáhlte, nicht beliebige Momentaufnahmen, ent-standen wáhrend eines Jahres. Der Betrachter dieses Bandes folgt der Fotografin auf einer Nachtwanderung, die am Freihafen beginnt und in Blankenese endet, ohne dabei streng dem Elb-lauf zu folgen.Für ein solches Unternehmen bietet Hamburg wahrscheinlich mehr als jede andere vergleich-bare deutsche GroBstadt. Und das nicht etwa darum, weil sich der kommerzielle Amüsierbetrieb -besser: die Vorstellungen von ihm und seinen Di-mensionen - so unausrottbar mit den Phantasien von Hamburger Náchten verknüpft zu habén scheint, sondern weil diese Stadt wie keine andere vom Wasser geprágt ist und dieses Wasser auf manchen Fotos durch seine Lichtreflexe wie eine dritte Lichtquelle - neben Mond und StraBenbe-leuchtung - wirkt.